Die Kelten haben im Dreiländereck gesiedelt, später die Römer, dann die Alemannen und Franken, die Region war über viele Jahrhunderte Ziel und Zentrum von Migration und Immigration – sie bietet deshalb eine große kulturelle Vielfalt aller Epochen. Viele Schlösser, Ruinen, römische Ausgrabungen, keltische oder merowingische Grabfunde, berühmte Kunstsammlungen, Museen, Architektur und vieles mehr stellen einen unerschöpflichen Schatz für Kunst und Kultur dar.
Die deutschen, französischen und Schweizer Bürger teilen hier das gleiche kulturelle Erbe und sprechen die gleiche Sprache, den Alemannischen Dialekt.
Eine wichtige gemeinsame Tradition ist die „Fasnacht“ (Karneval). Die Fasnachtszeit verzaubert uns mit archaischen Bräuchen, wie die Fasnachtsfeuer auf den Anhöhen, das Scheibenschießen oder Umzüge mit brennenden Holzwägen in mittelalterlichen Städtchen. Die „Waggis“ und Harlekins sind Masken, die zurückgehen auf Napoleonische Zeiten, die Basler Laternen hingegen reflektieren das aktuelle politische Geschehen, so stellt die Fasnacht ein Spektrum der Gesellschaft von den Kelten über das Mittelalter bis zur Gegenwart dar.
Gemäß dem römischen Kalender beginnt die Fasnacht am dritten Sonntag vor Aschermittwoch und endet mit Aschermittwoch. Aber hier im Rheintal, eingebettet in die Hänge des Südschwarzwalds (D), der Vogesen (F) und des Juras (CH), haben sich alte, vielleicht vorchristliche Fasnachtsbräuche erhalten. Die Fasnacht beginnt im Schwarzwald schon im November mit alten Traditionen. Die Höhepunkte der Fasnacht, die Umzüge und Fasnachtsfeuer und die Basler Fasnacht mit Morgenstraich und Cortèges machen die Region für 14 Tage zum Tollhaus der Narren bis Mittwoch nach Aschermittwoch.
Fasnacht im Schwarzwald das sind nicht enden wollende Umzüge von Teufeln, Geistern, Bären, Fröschen, Hexen und all den Kreaturen der Halbwelten. Manche sind gut, manche böse, sie treiben ihren Schabernack mit den Zuschauern und überschütten sie mit Konfetti und Süßem. So manches Dorf oder Städtchen kapituliert vor dieser Übermacht. Fasnacht ist die sogenannte 5. Jahreszeit, die schönsten Tage im Jahr. Mit der Gugge-Explosion haben die verrückten Gugge-Musiken ihren großen Auftritt, beim Hemdglunki-Umzug dürfen alle mit, Groß und Klein, wenn sie im Nachthemd kommen. Der Sonntags-Umzug ist der ganz große Auftritt der Narren. Tonnen von Konfetti und Bonbons regnen auf die Scharen der Zuschauer nieder. Viele kleinere Umzüge folgen am Rosen-Montag. Das sind nur einige der schönsten Fasnachtsveranstaltungen während der „närrischen Tage“. Samstag und Sonntag nach Aschermittwoch brennen nachts Fasnachtsfeuer auf den Anhöhen der Schwarzwaldausläufer und mit brennenden Holzscheiben soll der Winter vertrieben werden. Haushohe Scheiterhaufen, brennende Wagen und Besen, all dies sind Zeichen, die das Ende des Winters ankündigen.
Der „Morgestraich“ um 4 Uhr früh Montag nach Aschermittwoch ist der Auftakt für die Basler Fasnacht. Exakt um 4 Uhr gehen dann alle Lichter in der Altstadt Basels aus und die 4 Glockenschläge der Alten Rathausuhr sind das Signal, dass die nächsten 72 Stunden die „drei schönsten Tage des Jahres“ ganz im Zeichen der Narren, Trommler und Pfeifer stehen. Die Kostüme, Masken und Laternen sind wahre Kunstwerke, kleine und größere Musikergruppen ziehen durch die Altstadt von Basel – tauchen auch Sie mit ein in diese verzauberte Welt der Mythen und Traditionen beim Klang der Pfeifer und Trommler in Basel.








